Achtung vor dem Noro-Virus
Es ist definitiv eine der Horrorvorstellungen, die Müttern kleiner Kinder in den Sinn kommt: Der Noro-Virus ergreift den kleinen Racker und bedroht damit die gesamte Familie. In dieser Woche tauchten gleich zwei Fälle auf, in denen ein Kinderzeltlager wegen eines grassierenden Magen-Darm-Erkrankungen abgebrochen werden musste. Eine Kinder- und Jugendgruppe der katholischen Kirche aus Ruwertal hatte ihr Lager im holländischen Texel aufgeschlagen, doch die Lageridylle war nicht von langer Dauer: 35 Kinder und Betreuer brachen den Campingtrip ab, weil ein Magen-Darm-Infekt alle Teilnehmer befallen hatte, die Ursache dafür ist bislang noch unklar. Wenige Tage zuvor wurde ein weiteres Feriencamp im Prüm abgebrochen, hier stand die Diagnose schnell fest, die da den erschreckenden Namen “Noro-Virus” trägt. Doch woher kommen plötzlich diese Erkrankungen und wie kann man sich und die Kleinen dagegen schützen?
Ursachen und Symptome des Noro-Virus
Besonders gefährdet für eine Ansteckung mit dem Virus sind Säuglinge, Kleinkinder und Senioren. Die Ansteckung verläuft dabei entweder über den Hautkontakt mit kontaminierten Flächen (zum Beispiel bei gemeinschaftlicher Toiletten- oder Geschirrnutzung) oder als Tröpfcheninfektion. Wenige Viren reichen dabei schon aus, um den Infekt auszulösen. Ursprung der ersten Erkrankung können dabei kontaminiertes Gemüse oder auch verdorbene Meeresfrüchte sein.
Die Symptome die bei einer Infizierung mit dem Noro-Virus auftreten, sind schwallartiges Erbrechen und heftiger Durchfall. Dadurch kommt es zu einem hohen Flüssigkeitsverlust, der vor allem bei den angesprochenen Risikogruppen gefährlich werden kann. Ist das Kleinkind oder das Baby also betroffen, sollte man auf eine erhöhte Wasserzufuhr achten. Zudem wirken ungesüßte Tees aus Kamille oder Fenchel beruhigend.
Dem Virus vorbeugen
Ist man mit dem Noro-Virus infiziert, bricht die Krankheit nach sechs bis maximal nach 50 Stunden aus. Um einer Ansteckung vorbeugen zu können, hilft nur eine umfangreiche Hygiene, denn eine Impfung gegen Noro-Viren gibt es bislang nicht. Familienmitglieder, also zum Beispiel sorgende Mamis, sollten Bettlaken und Handtücher nicht ohne Handschuhe wechseln und waschen. Die Hände sollte regelmäßig und gründlich gewaschen und gegebenenfalls desinfiziert werden, damit man sich nicht an kontaminierten Türklinken oder Ähnlichem ansteckt. Zudem können Desinfektionssprays, die auf der Toilette verwendet werden, die Viren eindämmen. Ist man erkrankt, dauert der Verlauf der Erkrankung ein bis drei Tage. Anschließend sollte man weitere zwei Tage zu Hause bleiben, da sich Mitmenschen so lange immer noch anstecken können.


