Viele Eltern wünschen sich für ihre Kinder, dass sie eine Sportart betreiben, dabei mit Gleichaltrigen zusammen sind und vielleicht sogar noch den einen oder anderen Vorteil daraus mit in den Alltag nehmen können. Vielleicht ist Ballett dann die richtige Sportart?
Kinder, die im jungen Alter mit Ballett anfangen, werden ganz langsam an diese anspruchsvolle Sportart herangeführt. Ab einem Alter von drei bis vier Jahren bieten Tanz- oder Ballettschulen häufig tänzerische Früherziehung an, bei denen Kinder spielerisch an den Tanz herangeführt werden. Springen, rennen, drehen und weitere natürliche Bewegungsabläufe nehmen in solchen Früherziehungen einen großen Stellenwert ein. Sie haben zum Ziel, das die Kinder Spaß an Tanz und Musik haben und vielleicht in ein paar Jahren sich ernsthafter mit dem Thema Ballett auseinander setzen wollen.
Schon im jungen Alter profitieren Kinder: Bewegung, die Möglichkeit, sich zur Musik auszudrücken, der Umgang mit anderen Kindern und eine gewisse Disziplin, die beim Zusammensein in einer Gruppe notwendig ist – diese Eigenschaften bringt das Kind auch in Schule und Freizeit weiter. Selbstvertrauen, Teamgeist, Motorik, Konzentration und eine gewisse Haltung resultieren aus solchen Stunden. Und der Spaß bleibt nicht auf der Strecke – einmal wie Angelina Ballerina übers Parkett fegen ist doch der Mädchentraum
Im Grundschulalter zum Ballett
Ballettunterricht für Kinder wird häufig ab sechs Jahren angeboten. In vielen Schulen wird beim Kinderballett modernes und klassisches Ballett kombiniert, so dass die Kinder beim Training körperlich nicht überfordert werden. Auch beim Kinderballett darf der Spaß nicht fehlen. Erste Schritte oder kleine Ballettübungen werden daher spielerisch beigebracht. Durch das stetige Üben erhalten die Kinder eine gute Körperhaltung, die im weiteren Leben vor vorzeitigen Verschleißerscheinungen schützen kann.
Spitzentanz erst ab zwölf
Immer wieder hört man, dass Ballett bei Kindern schädlich für die Gesundheit und vor allem die Füße ist. Tatsächlich kann Ballett schädlich sein, wenn Kinder zu früh den Spitzentanz trainieren. Verantwortungsvolle Ballettlehrer legen allerdings Wert darauf, dass der Fuß des Kindes soweit entwickelt ist, dass er die Belastungen des Spitzentanzes tragen kann. Spitzentanz wird daher in vielen Ballettschulen erst mit dem zwölften Lebensjahr und nach einigen Jahren Ballettunterricht gelehrt.
Je nach Schule finden in regelmäßigen Abständen Aufführungen statt, bei denen die Kleinen ihr Können präsentieren. Nachdem die Kinder lange für ein solches Ereignis geübt haben, wird es ihnen viel Freude bereiten, ihr Stück vor den begeisterten Eltern vorzuführen.
