Der Dammriss

Autorin:

|

15/08/2011

|

Publiziert:

Sicher, das Gefühl, sein Baby nach der Geburt in den Armen halten zu können, entschädigt für so manche Schwangerschaftsbeschwerden und die Qualen, die man während der Entbindung erduldet. Bis man den geliebten Schatz jedoch endlich halten und wiegen kann, vergehen unter um Ständen jedoch einige Stunden voll der Pein. Und als wären Wehen an sich nicht schon schlimm genug, erleiden viele Frauen während der Entbindung einen Dammriss. Dabei handelt es sich entweder um einen leichten Riss in Haut und Untergewebe am Damm, der Verbindung zwischen Vagina und After. In schweren Fällen kann es jedoch sogar dazu kommen, dass verschiedene Muskeln, tieferes Gewebe oder sogar der Schließmuskel verletzt werden.

Wie kommt es zu einem Dammriss?

Leichtere Dammrisse ersten Grades können bei jeder Geburt auftreten, dabei reißt lediglich die Haut des Dammes ein. Bei Zangen- oder Vakuumgeburten sowie bei Entbindungen besonders großer und schwerer Kinder kommt es jedoch häufiger zu Damrissen, die dann tiefer verlaufen können und genäht werden müssen. Insgesamt unterteilt man in vier Grade des Dammrisses. Bei Grad 2 können neben der Dammhaut auch noch einzelne Muskelfasern reißen, bei Grad 3 reißt zudem der Schließmuskel vollständig, bei Grad 4 kann sogar die Darmschleimhaut betroffen sein. Mit einem Dammschnitt kann einem hochgradigen Dammriss jedoch vorgebeugt werden.

Behandlung des Dammrisses

Ist es zu einem Dammriss gekommen, so kann dieser meist recht einfach genäht werden. Bei Rissen des dritten und vierten Grades muss unbedingt auf die Wiederherstellung des Schließmuskels geachtet werden, um die Kontinenz zu sichern, bzw. vor einer Inkontinenz zu bewahren, ehe gegebenenfalls die Schleimhaut behandelt wird. Während des Heilungsprozess im Wochenbett sollte auf weiche Kost und weichen Stuhlgang geachtet werden. Eine rektale Behandlung und Medikamentierung sollte vermieden werden. Beim Abheilen können sich Stufen bilden, die später zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen können. Nicht zuletzt deshalb sollte auf eine saubere Naht und eine ordentliche Nachbehandlung geachtet werden.

Hinterlasse Deinen Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

<