„Ehevertrag – Vorteil oder Falle?“, Heike Dahmen-Lösche

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07/05/2012

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Eine berechtigte Frage, die im Titel dieses Rechtsratgebers steht, der im dtv erschienen ist. Ob der Ehevertrag Vorteil oder Falle wird, hängt davon ab, wie gut man im Vorfeld informiert ist und/oder sich beraten lässt. Jeder, der plant zu heiraten, verheiratet ist und auch, wenn die Scheidung bevor steht, sollte dieses Büchlein lesen, da es viele Hintergründe rund um den Ehevertrag aufzeigt. Ein Ehevertrag muss nicht zwingend vor der Eheschließung stattfinden. Einige Paare wollen sich gerade in dieser romantischen Phase der Beziehung nicht mit der Trennung beschäftigen – müssen sie auch nicht zwingend; auch während der Ehe und bei einer drohenden Trennung ist es möglich, einen Vertrag aufzusetzen.Was dabei alles zu beachten ist, steht in diesem Ratgeber ausführlich beschrieben. Welche Unterschiede gibt es zwischen der Zugewinngemeinschaft, der Gütertrennung und einer modifizierten Zugewinngemeinschaft, einer individuellen Vereinbarung, die sich zwischen Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft bewegt?

Was passiert mit der Rente desjenigen, der während der Ehe die Kinder großgezogen hat und deswegen nicht berufstätig war? Hier gibt es gesetzliche Verfahren und solche, die man vertraglich festlegen kann.

Hat das Ehepaar vor, eine Immobilie zu kaufen oder ist dies während der Ehe geschehen, gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten, wie mit dem Verkauf des Hauses oder der Wohnung im Falle einer Trennung umzugehen ist. Wenn das Paar eine Wohnung gemeinsam gemietet hat, lässt sich in dem Ehevertrag festhalten, wer und welchen Umständen auszieht und wer weiterhin Mieter ist. Neben diesen materiellen Angelegenheiten werden in „Ehevertrag – Vorteil oder Falle“ auch Fragen rund um den gemeinsamen Nachwuchs erläutert. Sorgerecht und Umgangsrecht sind ebenfalls Punkte, die im Ehevertrag Platz finden können. Mit vielen Beispielen und Rechnungen erklärt die Autorin Heile Dahmen-Lösche fast bildlich, was passierte, als die Eheleute Hans und Christel B aus München heirateten und eine Zugewinngemeinschaft vereinbarten. Hans macht während der Ehe eine große Erbschaft, Christel besitzt jedoch nur ihr privates Sparbuch, als die Scheidung eingereicht wird. Wer erhält wie viel Geld? Und wie wäre es gelaufen, wenn ein anderes Modell gewählt wäre?

Dieses Buch ist keines, welches man mal eben nebenher durchblättert. Man sollte sich Zeit nehmen, zu verstehen und für die eigene Zukunft nachzuvollziehen. Dann kann dieser Rechtsratgeber eine wertvolle Hilfestellung sein – mehr will er auch nicht sein. Wenn ich eines aus diesem Buch mitnehme, dann folgendes: Wenn ein Ehevertrag geplant ist, sollte beide Partner sich jeweils von einem unabhängigen Rechtanwalt oder Notar beraten lassen – sonst besteht die Gefahr, dass der Ehevertrag wirklich zur Falle wird.

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Fazit:

Empfehlenswert!

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