„Hochsensible Kinder – die liebevollen Boten des Universums“, Antje Gertrud Hofmann

Autorin:

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21/04/2012

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Publiziert:

„Wir leben in einer Zeit der Erneuerung und des Umbruchs, aber auch in einer Zeit des spirituellen Wachstums. Kein Wunder also, dass gerade jetzt sehr viel Kinder geboren werden, die nicht mehr in das übliche Schema passen. (…) Und während sie von einigen als das erkannt werden, was sie sicherlich auch sind, nämlich Boten von einer feineren Schwingungsebene, haben sie auf der anderen Seite mit den Widrigkeiten des Alltags auf dieser Erde zu kämpfen. Dieses Buch betrachtet beides: die `himmlische` Seite dieser außergewöhnlichen Kinder und ihre höchst irdischen Probleme.“ Auszug Klappentext

 

Gleich zu Beginn muss ich zwei Dinge zugeben:

1. Schon auf Seite 20 habe ich mir überlegt, dieses Buch nicht weiter zu lesen. Man muss schon esoterisch sehr überzeugt sein, um die spirituelle Sicht von Antje Gertrud Hofmann ohne Runzeln der Stirn nachvollziehen zukönnen. Sie schreibt davon, dass manche Babys („Seelen“) zu früh auf die Welt kommen („inkarnieren“), weil sie dadurch die Eltern zusammenführen wollen oder durch eine Frühgeburt mehr Zeit mit den Eltern verbringen können, da die Babys wissen, dass die Eltern sich in ein paar Jahren trennen werden. Mich würden diese Hypothesen nicht weiter stören, wenn sie als solche gekennzeichnet wären. Antje Gertrud Hofman jedoch stellt sie als absolut dar.

2. Hochsensible Kinder mit dem Stempel HSC-Syndrom zu stigmatisieren, so wie es die Autorin macht, irritiert mich. Ein Syndrom ist eine Anzahl von Symptomen und impliziert immer eine Krankheit. Aber hochsensible Kinder sind nicht krank, sondern sensibler als andere. Und damit muss man umzugehen wissen.

Was man in der Erziehung und im Umgang mit hochsensiblen Kindern beachten muss, beschreibt die Autorin aber sehr liebevoll und umsichtig. So manche Mutter wird ihr verträumtes, zurückhaltendes und hilfsbereites Kind in diesem Buch wieder finden und nützliche Ratschläge bekommen.

 

Antje Gertrud Hofmann nennt zum Beispiel Nahrungsmittel und weitere Faktoren, die den Körper sowie das Nervensystem belasten. Sie nennt Maßnahmen, die man ergreifen kann, wenn das Kind sehr sensibel ist und dadurch auffällig wird. Auch auf einige Krankheiten geht sie genauer ein und erklärt, warum diese besonders bei hochsensiblen Kinder auftreten und was man dagegen unternehmen kann. Ob die Ratschläge bezüglich der Geburt eines Geschwisterchens, Spannungen innerhalb der Familie oder die Trennung der Eltern allerdings nur auf hochsensible Kinder zutreffen, bezweifle ich. Auch „normale“ Kinder sind oft eifersüchtig, wenn plötzlich ein Neugeborenes auf der Welt ist, um das sich erst einmal alles und jeder dreht; auch „normale“ Kinder kommen besser mit einer Trennung der Eltern klar, wenn diese dem Kind vermitteln können, dass es auch weiterhin von beiden Elternteilen geliebt und geschätzt wird – dazu muss man nicht hochsensibel sein

Fazit:

Dieses Buch ist ein schöner Erziehungsratgeber für jedes (!) Kind. Allerdings sollte man Spiritualität gegenüber Toleranz zeigen oder andernfalls entsprechende Passagen beziehungsweise Kapitel überschlagen.

Das Buch bekommt Ihr übrigends hier zu einem guten Preis:  *klick*

 


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