Humane Papillomaviren, kurz HPV gelten vor allem als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs. Seit dem Jahr 2007 gibt es eine Impfempfehlung, die sich an Mädchen ab zwölf Jahren richtet.
Impfung hilft vorbeugend
Bei den Papillomaviren unterscheidet man Hochrisiko- von Niedrigrisiko-Viren. Bei der überwiegenden Anzahl von Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen konnten die Hochrisikotypen 16 und 18 festgestellt werden. Gegen diese beiden Viren-Typen impft die HPV-Impfung. Je nach eingesetztem Impfstoff werden auch Niedrigrisiko-Viren erfasst. Allerdings hilft die Impfung nur vorbeugend; liegt bereits eine Infektion mit HPV vor, kann die Impfung nicht mehr wirken. Es wird empfohlen, trotz durchgeführter Impfung auch weiterhin jährlich die Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs beim Gynäkologen durchführen zu lassen.
Ansteckung über Hautkontakte
Mit dem humanen Papillomavirus steckt man sich überwiegend über Hautkontakt an. Durch kleine Verletzungen in der Haut kann der Virus eindringen. In den meisten Fällen geschieht dies beim Geschlechtsverkehr, aber auch bei Anal- oder Oralverkehr ist eine Übertragung möglich. Kommt es zur Vermehrung der Viren, bilden sich in den meisten Fällen Warzen, insbesondere Feigwarzen, aber Hautveränderungen, die sich unter Umständen in bösartige Formen entwickeln können, sind möglich.
Verantwortungsvolles Leben schützt
Kondome schützen vor HPV nur dann, wenn sie die Hautveränderungen abdecken, von denen eine Ansteckung ausgeht.
Um sich vor HPV zusätzlich zu schützen, sollten junge Mädchen von ihren Eltern zu einem sorgsamen und verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Sexualität erzogen werden. Bei Mädchen, die feste Beziehungen führen, Kondome benutzen und sich gesund ernähren, ist das Risiko, sich mit humanen Papillomaviren zu infizieren, geringer.
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