Kinder bekommen kein Schulobst

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23/03/2011

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Mitte Oktober 2010 startete das sogenannte Thüringer Schulobstprogramm. Sozialministerin Heike Taubert rief diese Initiative in der Grundschule in Alach ins Leben. Bei dem Programm ging es darum, dass an Thüringer Schulen Obst an die Schulkinder verteilt werden sollte. Schließlich ernähren sich die Kinder in der Schule oft schlecht. Wurstbrote, Süßigkeiten und Ähnliches stehen dabei bei den meisten auf dem Speiseplan. Das sollte sich mit dem Schulobst ändern. Das Programm operierte sogar EU-weit und so versprach die Europäische Union, Thüringen 800 000 Euro für die Umsetzung. Immerhin deckte dieses Geld dreiviertel der Kosten.

Wo ist das Obst?

Für das Programm bewarben sich 310 Schulen – 254 durften teilnehmen, 54 wurden abgelehnt. Auf das Land Thüringen kam ein enormer Verwaltungsaufwand zu. Zudem mussten in den Schulen einige weitere Maßnahmen ergriffen werden: So gab es beispielweise zu wenig Wasserhähne, um das Obst zu waschen. Es schien, als wolle man sich dennoch bemühen, das Programm umzusetzen. Fakt ist aber: Die Kinder in Alach bekamen seit dem Start im Oktober nur noch einmal eine Kiste mit Äpfeln geliefert. Das berichtet Tlz.de. In der Politik rechtfertigt man sich damit, dass der Verwaltungsaufwand einfach so groß sei, dass sich der Prozess verzögere. Es gäbe zu viele Anträge und Arbeitsschritte.

Neuen Antrag stellen?

Auch an den anderen Schulen sahen die Kinder kein Obst. Das Programm kann also vorerst als gescheitert angesehen werden. Jetzt haben die Schulen noch bis Ende des Jahres eine Chance auf Obst, ansonsten müssen sie es nächstes Jahr neu beantragen. Vielleicht haben sie dann ja mehr Glück und die versprochenen Vitamine kommen auch in den Schulen an. Es wäre in allem Fall wünschenswert. Ganz unabhängig von der Initiative sollten aber natürlich auch die Eltern darauf achten, was sie ihren Kindern mit in die Schule zu essen geben.

 

Bildquelle: © fox17 – Fotolia.com

(3) Kommentare

  1. Dani
    28/03/2011 am 21:23

    Hallo, sehr interessanter Artikel. Mein Sohn beispielsweise geht auf eine Schule in BW, in der sich das Motto "gesunde Schule" schon weitgehend durchgesetzt hat. Ich finde es beruhigend, denn grade während der Kindheit sollte auf gesunde Ernährung ganz besonders geachtet werden. lG

  2. Helga
    28/03/2011 am 23:13

    Ich bin ebenfalls der meinung, dass mehr Wert auf Obst in Schulen gelegt werden sollte! Allerdings ist es in der weiterführenden Schule meines Ältesten so, dass nach der gesunden Umstellung alles sehr teuer wurde. Und genau da sehe ich auch das Problem, das aber eigentlich ganz einfach gelöst werden könnte. ganz liebe Grüße

  3. Mona
    30/03/2011 am 19:39

    es ist schockierend zu lesen, wie schwierig doch die umsetzung ist, eine schule etwas gesünder zu gestalten. man möchte doch den kindern auch auf ihren lebensweg mitgeben gut zu sich und seinem körper zu sein. aber dann hapert es an der bürokratie. unglaublich..

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