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Milchzähne versiegeln lassen?


Einige Ärzte empfehlen Eltern von Kindern mit Milchzähnen, diese versiegeln zu lassen, damit Karies bestmöglich vorgebeugt wird. Doch ist diese Methode überhaupt sinnvoll? Da die Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen werden (außer in diversen Zustatzversicherungen), sollten sich Eltern diesen Schritt gut überlegen.

Eine Zahnversiegelung wird vorgenommen, um Vertiefungen in den Zähnen zu schließen. Diese sogenannten Fissuren können, wenn sie sehr schmal sind, unter Umständen nur schlecht zu reinigen sein, sodass sich Karies leichter ausbreiten kann. Putzt man sich nicht ausreichend die Zähne, bleibt Zahnbelag bestehen, der von Kariesbakterien leicht besiedelt werden kann. Da diese Erreger eine Säure absondern, wird der Zahn im Laufe der Zeit zerstört. Laut der Befürworter der Zahnversiegelung kann Karies verhindert werden, da sich die Erreger nicht mehr direkt auf den Zähnen anlagern können.

Allerdings kann die Schutzhülle nur angebracht werden, solange der Zahn gesund ist. Besonders bei Backenzähnen, die gerade durchgebrochen sind, sei das Kariesrisiko besonders groß und eine Behandlung von Vorteil, sobald die Zähne komplett durchgebrochen sind. Besteht aber bereits Karies, muss der Zahn erst behandelt werden, bevor eine Versiegelung stattfindet. Den Fortschritt stoppen, kann das Verfahren nicht.

Kinder spielen Zahnarzt

Bildquelle:© Claudia Paulussen – Fotolia.com

Kariesgefahr besteht weiterhin

Bei Milchzähnen ist das Versiegeln nach Ansicht verschiedener Zahnärzte aber nicht sinnvoll. Die Fissuren auf Zähnen bestehen hauptsächlich auf der Kaufläche; bei Milchzähnen sind diese aber geringer ausgeprägt als bei den bleibenden Zähnen und einfacher zu reinigen. Auch entstehe Karies weniger auf den Kauflächen, als an den Zwischenräumen der Zähne. Bedenken sollten Eltern außerdem, dass die Verdauung bereits im Mund durch das sorgfältige Zermahlen von Nahrung beginnt. Sind die Unebenheiten auf den Zähnen relativ ausgeglichen, besteht die Möglichkeit, dass Verdauungsbeschwerden entstehen, da die Oberfläche zu glatt ist, die Nahrung nicht richtig zermahlen wird.

Bei einigen Eltern oder Kindern könnte durch die Versiegelung außerdem der Eindruck entstehen, dass man sich nun nicht mehr gründlich die Zähne putzen muss, da eine Schutzhülle besteht. Dies ist aber ein Irrtum, da sich die Versiegelung nur auf der Kaufläche der hinteren Backenzähne befindet und die Zwischenräume weiterhin bei starkem Zuckerkonsum oder hoher Keimbesiedelung anfällig für Karies sind.

Die Kosten für das Versiegeln von Milchzähnen müssen Eltern selbst zahlen. Die Krankenkassen zahlen dieses Verfahren bei den zweiten, großen Backenzähnen. Sollen weitere Zähne oder die Milchzähne versiegelt werden, entstehen Kosten bis zu 25 Euro pro Zahn.

 

Über Daniela Wolf

Hallo Ihr Lieben, mein Name ist Daniela Wolf und ich bin Ehefrau & Mutter von zwei zauberhaften Töchtern. (1 & 4 Jahre alt). Nach der Geburt unserer ersten Tochter gründete ich Mami Netz und blogge seitdem über alles, was mir und meinem Team wichtig erscheint. Erfahre mehr über mich auf Google+ Daniela Wolf

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