Menschen und Säugetiere haben etwas gemeinsam. Sie alle haben eine Nabelschnur, die bei der Geburt von der Mutter abgeklemmt oder im Tierreich abgebissen wird. Der Nabelschnurrest, welcher am Baby verweilt, trocknet nach einer Zeit aus und fällt ab. Bis dahin ist es wichtig, dass man diesen Nabel pflegt, um Entzündungen zu vermeiden.
Gleich nach der Geburt wird die Nabelschnur mit einer Plastikklemme geklemmt. Diese Prozedur verhindert ein Nachbluten. Bis die Nabelschnur komplett abfällt, können bis zu 14 Tage vergehen. Im Durchschnitt ist es aber in den ersten zehn Lebenstagen soweit.
Bei der Nabelpflege muss man unbedingt dafür sorgen, dass der Nabel trocken bleibt. Es kann sein, dass zeitweise Wundsekret austritt. Wenn dieses zu lange an der Haut verweilt, können Entzündungen entstehen. Das Gleiche gilt für Urin. In den ersten Tagen ist wirklich wichtig, dass die Haut schön trocken bleibt und nicht schmiert. In der Regel wird das alles von der Hebamme Schritt für Schritt erklärt. Man muss auf keinen Fall alleine experimentieren.
Die Windel sollte am Rand so umgeschlagen werden, dass sie nicht am Nabel scheuert. Manche Hebammen verbinden die restliche Nabelschnur mit einer Kompresse, andere halten davon gar nichts. Sie sind der Meinung, dass es offen viel schneller abheilt, weil mehr Luft an die Wunde kommt.
Es
ist ganz normal, dass das Baby bei der Nabelpflege quengelt und weint. Weh tut es ihm eigentlich nicht, es ist einfach nur ein unangenehmes Gefühl. Die Alarmglocken sollten läuten, wenn sich die Nabelschnur entzündet. Dabei wird die Haut ziemlich rot, blutet oder wird eitrig. Auch kann es passieren, dass das Kind Fieber bekommt. Bei solchen Anzeigen unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Wenn der Nabelschnurrest abgefallen ist, könnte immer noch ein wenig Wundsekret austreten. Das ist ganz normal. Manchmal ist es auch etwas blutig. In dem Fall sollte man Rücksprache mit der Hebamme halten. Diese kann den Nabel mit homöopathischen Cremes reinigen und pflegen.
Bildquelle: © GordonGrand – Fotolia.com