Schwerelos durch die kalte Jahreszeit
Draußen ist es kalt, grau, nass und ungemütlich. Lebkuchen und andere Weihnachtsleckereien suchen sich ihr Plätzchen auf den Hüften, da bleibt das körperliche Wohlbefinden manchmal auf der Strecke. Die Sportlichen unter den Schwangeren wollen sich natürlich weiterhin sportlich fit halten – und ganz nebenbei rücken sie damit auch den Pölsterchen zu Leibe. Aber auch Sportmuffel können mit ein bisschen Bewegung die Produktion der Glückshormone ankurbeln – das tut nicht nur der werdenden Mutter gut, sondern auch dem ungeborenen Kind. Wassersportarten wie Schwimmen oder Wasser-Gymnastik eignen sich dafür besonders gut.
Körperliches und seelisches Wohlbefinden steigern
Im Wasser gibt es praktisch keine Verletzungsgefahr. Ein weiterer Vorteil: aufgrund des Auftriebs im Wasser spürt die Schwangere ihr Gewicht nicht mehr. Dadurch werden Rücken und Gelenke entlastet, auch Kreuzschmerzen wird so effektiv vorgebeugt. In vielen öffentlichen Schwimmbädern werden Wasseraerobic- oder Aquafitnesskurse angeboten, teilweise sogar speziell für Schwangere. Neben dem Spaß an der Bewegung kommt hier noch der gesellige Aspekt hinzu. Wer dann doch lieber schwimmend seine Bahnen durchs Becken zieht, sollte darauf achten, sich nicht zu überfordern. Ungeübte Schwimmerinnen sollten langsam anfangen. Zu Beginn, also die ersten paar Mal, vielleicht erst mal 5-10
Minuten lang schwimmen. Danach kann das Pensum auf 20 Minuten gesteigert werden, bei normalem Tempo. Empfohlen wird eine Wassertemperatur von angenehmen 18 bis 25 Grad Celsius. Zwei- bis dreimal in der Woche genügen, um positive Effekte zu erzielen. Das heißt: körperliches Wohlbefinden, allgemeine Beweglichkeit, Fitness, Bewegung, Gelenkschonung, Stärkung der Muskulatur. Der Auftrieb im Wasser führt zur Entlastung des gesamten Stützapparates sowie der Bänder und Gelenke. Die Bewegungen in dem belebenden Nass wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus: Das schwerelose Schweben und Gleiten – ganz ohne Schwerkraft – und die wohlige Ermüdung danach. All das sind positive Sinneseindrücke, in denen der eigene Körper besonders deutlich wahrgenommen wird. Auch der Kältereize des Wassers hat einen positiven Effekt: Er regt den Stoffwechsel an und das wirkt sich wiederum positiv auf den Organismus aus. Positiver Effekt: Das körpereigene Immunsystem wird gestärkt, zum Beispiel gegen Erkältungskrankheiten, die ja gerade jetzt die Runde machen.
Sicherheit ist oberstes Gebot
Grundsätzlich sollte vor dem Sprung ins Nass ein Gespräch mit dem Gynäkologen erfolgen, um auch wirklich alle möglichen Komplikationen auszuschließen. Auch wenn im Wasser kaum etwas passieren kann, sollte im Schwimmbad auf erhöhte Sicherheit geachtet werden. Das heißt zum Beispiel rutschfeste Schuhe tragen und bequeme Bademode wählen, die nicht einschneidet oder kneift. Auch ganz wichtig: Auf ausreichend Flüssigkeit achten! Also immer Mineralwasser oder Fruchsaftschorle mit in die Badetasche packen. Außerdem sollten Schwangere am besten ein Schwimmbad besuchen, wenn sich möglichst wenig andere Badegäste im Becken tummeln. Besonders Kinder und Jugendliche sind beim fröhlichen Planschen und ins-Becken-Hüpfen oft unachtsam. Ein letzter Tipp für ungetrübten Badespaß: Nicht mit vollem Magen schwimmen gehen!

