Die Entscheidung, welche Windel gekauft wird, ist nicht ganz leicht, denn schließlich muss sich ihr Kind in den ersten 2 bis 3 Jahren jeden Tag darin wohlfühlen. Da die Windel jeden Tag bis zu acht Mal gewechselt werden muss, sollte man sich Gedanken machen, ob es besser ist, die Windeln zu waschen anstatt an die 8000 Windeln wegzuwerfen. Also Einweg- oder Mehrwegwindel??
Was eine Windel – egal ob Einweg oder Mehrweg – können sollte, ist den Po Ihres Kindes so trocken wie möglich zu halten. Wenn dies nicht der Fall ist, kann es nämlich zur Bildung von Pilzen und Bakterien kommen, welche dann wiederum für Schmerzen führen.
In diesem Punkt „aufsaugen“ sind wohl die Windeln zum Wegwerfen von Vorteil, da sie die Feuchtigkeit optimal im Inneren binden können. Die Windel aus Stoff lässt dafür mehr Luft an die Babyhaut, was diese auch gut tut.
Eine Babyhaut, die schnell allergisch reagiert, sollte daher besser in Baumwollwindeln gewickelt werden. Die Mehrwegwindel wird auch aus dem Grund empfohlen, dass sich die Zeit des Wickelns Ihres Babys um ein halbes Jahr verkürzen kann, da das Baby so die Nässe, beziehungsweise Feuchtigkeit deutlicher wahrnehmen kann. Grundsätzlich sollte Ihr Kind auch ab und zu nackt in einem warmen Raum umher krabbeln oder strampeln lassen.
Im folgenden sehen Sie die Unterschiede zwischen den Einweg- und Mehrwegwindeln:
Einwegwindel:
· Schnelle und einfache Handhabung
· Praktisch auf Reisen/Ausflügen
· Baby wird trockener gehalten
· Baby wird nicht beim Strampeln oder Krabbeln behindert
· Verursachen jedoch immer neue Kosten
· Baby wird möglicherweise erst spät aufs Töpfchen gehen
Mehrwegwindel:
· Kind kann sich schneller ans Töpfchen gewöhnen
· Können Entwicklung der Hüfte unterstützen
· Erfordert beim Wickeln etwas Übung
· Können gewaschen werden, also sinkende Kosten
· Saugen jedoch nicht so viel Feuchtigkeit auf
· Sind auf Reisen unpraktischer
Danke für den tollen Artikel. In Hinsicht auf das Baby und seine Entwicklung würde ich auf jeden Fall die Mehrwegwindel als Sieger aus diesem Battle hervorgehen lassen. Allein die Tatsache, dass Baby eher aufs Töpfchen geht und die Hüfte sich besser entwickeln kann (wobei ich nicht ganz verstanden habe, was damit gemeint ist), sind Grund genug die Mehrwegwindel der Einwegvariante vorzuziehen.
Wie sieht es allerdings mit der Umwelt aus? Klar, die Mehrwegwindel wird gewaschen. Es werden also keine Windeln mehr weggeschmissen. Aber ist dies wirklich umweltschonender? Bedenke man nur den Wasserverbrauch, das Waschmittel und den Strom… bei acht Mal Wickeln am Tag kommt da schon so einiges zusammen.
Wir haben uns auch bereits für die Mehrwegwindel entschieden. 250Euro Grundausstattung, da ist man mit Einwegwindeln ganz schnell. Umweltmäßig sehe ich keine großen Unterschiede, aber da die Mehrwegwindel generell nur mit biologisch abbaubaren Waschmitteln gewaschen werden darf und auch nicht mehr wie häufig angenommen bei 90Grad gewaschen werden muss, sehe ich sie da trotzdem eher vorn im Rennen. Zumal man mit Kind eh sehr oft waschen muss und die kleinen Strampler nicht immer eine ganze Maschine füllen.
Auf Reisen kann man immer noch umsteigen auf Einweg, die gibs ja letztendlich an jeder Ecke.
Bezüglich des Trockenwerdens – da gibt es solche und solche Kinder. Letztendlich ist es wichtig, die Kinder nicht zu sehr unter Druck zu setzen.