Wie SOS-Kinderdörfer werdenden Müttern helfen

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17/02/2012

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Mit dem Namen “SOS-Kinderdorf” verbinden die meisten Menschen zurecht eine sichere Zuflucht für Kinder, die auf der Welt -aus welchen Gründen auch immer – alleine gelassen wurden. Diese Idee, geboren aus eigener, leidvoller Erfahrung, trieb Hermann Gmeiner vor über 60 Jahren dazu, in Imst in Tirol das erste Kinderdorf zu gründen. Bald folgten weitere SOS-Einrichtungen und Gmeiners Bereitschaft, für Kinder in Not einzustehen, verbreitete sich über den Globus.
Inzwischen sind die Aufgaben, die Gmeiner anfangs übernommen hat, sehr viel umfangreicher geworden. So gibt es jetzt unter anderem Kinder- und Jugendhilfen, Berufs- und Ausbildungszentren und auch SOS-Dorfgemeinschaften, die natürlich nur bestehen können, wenn die Bereitschaft der Menschen, für diesen guten Zweck zu spenden, nicht nachlässt.

sos_logoEine große Rolle spielen die Angebote, die sich auch an werdende Mütter richten. Diese reichen in Deutschland vom zwanglosen Gespräch in der “Kaffeestube” einer der Mütterzentren über Kurse und Vorträge bis zur qualifizierten psychologischen Beratung durch entsprechend geschulte SOS-Mitarbeiter. Vor allem das Schaffen einer Atmosphäre, die der in einer Großfamilie gleicht, wird hier angestrebt.

Anders ist die Situation in den Entwicklungsländern. Dort wird in den weltweit 72 medizinischen SOS-Einrichtungen hervorragende medizinische Arbeit geleistet. Das Angebot reicht von der normalen Geburtshilfe in den SOS-Krankenstationen und Mutter-Kind-Kliniken bis zu überlebensnotwendigen Operationen wie dem Kaiserschnitt in den SOS-Kliniken. Hier werden auch Frühchen nach dem aktuellen Stand der Medizin betreut. Dazu kommt die Versorgung der werdenden Mütter in den SOS-Gesundheitsstationen, wo unter anderem die Ausbreitung des Aids-Virus mit Tests und Beratungen über Infektionsrisiken bekämpft wird. Dies beinhaltet die Aufklärung über die Mutter-Kind-Übertragung, aber auch eine antiretrovirale Medikation, die für die Betroffenen natürlich ebenso kostenlos ist, wie die weiteren Hilfsangebote der SOS-Einrichtungen.
Die Anziehungskraft dieser Hilfsangebote ist sehr groß, da eine vergleichbare medizinische Versorgung für Schwangere in Entwicklungsländern kaum erschwinglich ist. Das heißt, dass die SOS-Einrichtungen wie schon von Anfang an darauf angewiesen sind, dass die Bereitschaft der Menschen in der Ersten Welt, zu spenden, nicht nachlässt. Dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden, garantiert das DZI-Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, das jedes Jahr aufs Neue erworben werden muss.

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